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 Matthäus Bergpredigt

Mat 6,1-4 Das richtige Almosen

22.3.97

Zunächst eine Frage: Wie passt diese Aussage Jesu zu Mat 5,14-16 (Licht der Welt leuchten lassen, damit sie eure guten Werke sehen ...)?

Die beiden angesprochenen Arten, etwas Gutes so zu tun, dass andere es sehen, unterscheiden sich in der Absicht, die damit verfolgt wird:

Jesus möchte, daß Gott verherrlicht wird. Wenn das bei einer guten Tat auch meine ehrliche und einzige Absicht ist, dann sollen andere sie auch sehen. Wenn ich aber in der Gefahr stehe, etwas deswegen zu tun, um selbst gelobt und geehrt zu werden, dann soll ich es geheim tun.

Im damaligen Judentum war es üblich den Geber großzügiger Spenden öffentlich zu ehren. Jesus verurteilt dieses Verfahren.

Wenn ich einen Gottesdienst tue, um gelobt und geehrt zu werden, dann ist es kein Gottesdienst mehr, sondern Heuchelei (Vers 2). Meine Motive entscheiden also darüber, ob ein und die selbe Tat von Gott anerkannt wird, oder nicht. Wenn ich dem Herrn aus der falschen Motivation diene, bekomme ich keinen Lohn vom Herrn. Nicht die Tat als solche ist entscheidend, sondern die innere Haltung, mit der ich sie tue.

Meine Motivation soll aus der Liebe zu Gott heraus kommen, nicht aus dem Egoismus.

Leider ist auch die verborgene gute Tat nicht ohne Gefahr durch falsche Motive. Auch im Stillen kann sich Stolz einschleichen (vergl. Luk 18,9-14). Heuchelei (Scheinheiligkeit) kann auch bei allen anderen Gelegenheiten auftreten, und zwar immer dann, wenn man besser erscheinen möchte, als man ist.


© Copyright 2020 Roland Hofmann

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Generiert am 28.04.2020 10:32:35