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 Matthäus Bergpredigt

Mat 6,5-8 Allgemeines zum richtigen Beten

19.4.97

Verse 5-6

Offensichtlich ist Gebet nicht nur ein Gespräch mit Gott, sondern wird von ihm auch als Dienst anerkannt, der belohnt wird. (Vergl. dazu Luk 2,36-37)

Beim Gebet sind ebenso falsche Motive möglich wie beim Geben von Almosen. Wer zu falschen Motiven neigt, soll nicht öffentlich vor anderen beten.

Jesus verbietet jedoch nicht grundsätzlich das Beten in Gemeinschaft. Vergl. dazu:

Öffentliches Gebet im Alten Testament Psm 18,49 / Psm 68,26
Jesus betet öffentlich Mat 14,19 / Mat 26,26-27 / Joh 11,41-43
Paulus betet öffentlich Apg 16,25 / Apg 27,35

Siehe weitere Stellen in: Thematischer Pfadfinder zur Bibel,
 F 12 Gesellschaftlicher Rahmen des Gebets

Für das Beten gilt genau das Gleiche, wie für Wohltätigkeiten. Diese sollen auch nur dann nicht öffentlich getan werden, wenn falsche Motive vorliegen.

Siehe Kommentar zu: Mat 6,1-4 Richtiges Almosen

Verse 7-8

Wie passt Vers 7 zusammen mit den Aufforderungen zu beharrlichem Gebet, z. B. Luk 18,1-7 ?

Offensichtlich spricht Jesus hier nicht pauschal die Länge oder die Häufigkeit des Gebets an, denn er selbst betete ebenfalls lange (Luk 6,12-13 / Mat 14,23-25) und forderte zu regelmäßigem Gebet auf (s. o.). Es geht ihm um die Art wie gebetet wird, um den Inhalt. Besteht dieser aus endlosen Wiederholungen und Überredungsversuchen, dann ist das falsch und heidnisch.

Gott weiß was wir benötigen, bevor wir ihn bitten. Deshalb braucht er nicht informiert zu werden. Er will aber nicht automatisch alles geben, sondern gebeten werden. Dies könnte folgende Gründe haben:


© Copyright 2020 Roland Hofmann

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Generiert am 01.06.2020 17:58:24