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 Matthäus Bergpredigt

Mat 6,16-18 Richtiges Fasten

16.8.97

Zum dritten Mal in diesem Kapitel wendet sich Jesus gegen das Zur-Schau- Stellen von Frömmigkeit. Sauer dreinsehen und unterlassene Körperpflege waren scheinbar damals die Mittel, um offensichtlich zu machen, daß man fastete: Nicht nur nichts essen, sondern - besonders superfromm - auch nicht waschen. Ein zerknirschtes Gesicht zeigte, daß der Fastende sich selbst richtig quälte, um Gott zu gefallen. Fasten war hoch angesehen und Zeichen besonderer Frömmigkeit (vergl. Luk 18,11-12).

In Wirklichkeit, sagt Jesus, sind solche Leute Heuchler. Sie wollen nämlich nicht Gott dienen, sondern Menschen gefallen und von ihnen geehrt werden. Wenn ich einen Gottesdienst tue, um gelobt und geehrt zu werden, dann ist es kein Gottesdienst mehr, sondern Heuchelei. Ich tue es dann nicht mehr für Gott, sondern für Menschen, bzw. für mich selbst. Gott erkennt Fasten als Gottesdienst an und wird es belohnen, aber nur, wenn ich es auch für ihn tue. Wenn nicht, dann kann ich von ihm keinen Lohn erwarten. (Vergl. Kol 3,23-24)

Meine Motive entscheiden also darüber, ob ein und die selbe Tat von Gott anerkannt wird, oder nicht. Meine Motivation soll aus der Liebe zu Gott heraus kommen, nicht aus dem Egoismus.

Leider ist auch die verborgene gute Tat nicht ohne Gefahr durch falsche Motive. Auch im Stillen kann sich Stolz einschleichen (vergl. Luk 18,9-14).

Zum Fasten siehe: "Fasten" D 36


© Copyright 2020 Roland Hofmann

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Generiert am 01.06.2020 17:58:24