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 Matthäus Bergpredigt

Mat 7,24-29 Abschluss der Bergpredigt: Bild vom Haus und Reaktion des Volkes

1.10.98

Zusammenfassendes Schlusswort Jesu

Auch hier, wie schon im vorhergehenden Abschnitt betont Jesus das Tun des Gehörten. Er vergleicht das Leben mit einem Haus, das schlecht oder gut gegründet ist, je nachdem, ob man nach Jesu Anweisungen lebt oder nicht. Wer danach lebt, wird kommenden Schwierigkeiten standhalten. Wer nicht danach lebt, wird scheitern und Schaden erleiden.

Es gilt sein Leben auf die Worte Jesu zu gründen. Beachtlicherweise wird Jesus selbst als Fels bezeichnet. Allerdings ist er für die, die nicht an ihn glauben wollen, ein Fels des Ärgernisses und Stein des Anstoßes (Röm 9,30-33/1Pt 2,6-8).

Welche Schwierigkeiten sind mit Platzregen, Fluten, Winden gemeint?

Jesus gibt keine Hinweise, was genau mit diesem Bild gemeint ist. Die meisten Kommentare verstehen darunter Versuchungen, Verfolgung, Irrtümer und falsche Lehren. Das "Peoples New Testament" versteht darunter das Gericht (Psm 1,5).

Reaktion des Volkes auf die Predigt Jesu

Was beeindruckt die Zuhörer so sehr?

Beeindruckend war für sie nach Vers 29 sowohl der Inhalt ("nicht wie ihre Schriftgelehrten") als auch die Art der Überzeugungskraft ("Vollmacht") mit der Jesus redete.

Was unterscheidet Jesu Lehre von der Lehre der Schriftgelehrten?

Was ist mit "Vollmacht" gemeint?

Eine Vollmacht bestimmte Dinge zu tun oder zu sagen wird einem Untergeordneten, Abhängigen, der das Recht dazu normalerweise nicht hat, von einem Übergeordneten, Vorgesetzten, Unabhängigem erteilt. Damit kann der Untergeordnete mit der Autorität des Vorgesetzten auftreten.

Die Schriftgelehrten mußten sich immer auf andere berufen, wenn sie lehrten, z. B. die Vorfahren, große Lehrer, Propheten. Sie hatten keine Autorität direkt von Gott. Jesus musste sich nicht auf andere berufen. Er hatte selbst Autorität, die er unter anderem in der Formulierung "Ich aber sage euch..." (Mat 5,22 / Mat 5,28 / Mat 5,34 / Mat 5,39 / Mat 5,44) zum Ausdruck bringt.

Jesus beweist seine Vollmacht zu lehren durch Wunder:

Beweis d. Vollmacht z. Sündenvergebung durch Heilung Mat 9,2-8 / Mrk 2,1-12 / Luk 5,17-26
Lehre in Synagoge; Dämonenaustreibung; Entsetzen üb. Vollmacht Mrk 1,21-27 / Luk 4,31-36
"Bist du der Chr.?" - "Ich habe es gesagt; Meine Werke bezeugen es. " Joh 10,24-25
Wenn Ich Werke Meines Vaters tue, so glaubt den Werken: d. V. ist in Mir Joh 10,37-38
Glaubt, daß Ich im Vater, V. in Mir! Wenn nicht, so glaubt wegen der Werke Joh 14,11

Seine Vollmacht wird aber trotzdem auch hinterfragt:

Älteste fragen Jesus nach seiner Lehrvollmacht Mat 21,23-27 / Mrk 11,27-33 / Luk 20,1-8
Frage nach Vollmacht im Tempel aufzuräumen; Beweis durch Auferstehung Joh 2,14-22

Jesus gibt Vollmacht an seine Jünger weiter Mat 10,1 / Mrk 3,14-15 / Mrk 6,7 / Luk 9,1

Weitere Vollmachten, außer der Lehre, die Jesus noch hat: Jesus hat vom Vater Vollmacht Gericht zu halten Joh 5,26-27 Jesus hat Vollmacht ewiges Leben zu geben Joh 17,2


© Copyright 2020 Roland Hofmann

Fragen und Korrekturen bitte an:

Generiert am 01.06.2020 17:58:24