Anzeigefenster für Bibeltexte: dieses   eigenes   jeweils neues
  bei Verlassen der Seite Zusatzfenster schließen
 

 Matthäus Umgang Jesu mit Zweiflern, geistlich Not Leidenden und Kritikern

Mat 11,20-24 Weherufe über galiläische Städte

10/2014

Nachdem Jesus die unvernünftige und ungläubige Ablehnung seiner und Johannes' des Täufers Evangeliumsverkündigung kritisiert hat, warnt er jetzt vor den Folgen des Unglaubens.

Hier offenbart Jesus seine übernatürliche, göttliche Allwissenheit über die Zukunft des Gerichts. Er macht deutlich, dass Gott die Ablehnung des Christus durch sein Volk, das Gott kennt, als wesentlich schlimmer einstuft als den unmoralischen Lebensstil von Heiden, die Gott nicht kennen.

Wer viel weiß und von Gott viel gehört und gesehen hat (Städte, in denen die meisten der Wunder Jesu geschehen waren; Mat 11,20) und trotzdem nicht glaubt, den wird ein besonders hartes Gericht treffen. Juden haben in dieser Hinsicht keine Vorteile gegenüber Heiden. Ihr Vorteil durch den Informationsvorsprung wird ihnen sogar zum Nachteil, wenn sie nicht glauben. Wer viel weiß, von dem erwartet Gott auch ein entsprechendes Handeln. Unglaube ist schlimmer als Unmoral.

Warum hat Jesus nicht (auch) in Tyrus und Sidon gepredigt und Wunder getan, wenn die Menschen dort geglaubt hätten? Diese Frage ist nicht zufriedenstellend zu beantworten. Gott hat Israel erwählt. Deshalb hat er sich zunächst auf Israel beschränkt (vgl. Mat 10,5-6 / Mat 15,21-24). Seine Erwählung ist souverän und letztlich nicht begründbar. (Vergl. Mat 11,27) Erst als Israel, insbesondere die führenden Leute, sein Reich abgelehnt hatten (Mat 21,23-46), deutete Jesus an, dass nun Heiden ihren Platz einnehmen werden (Mat 22,1-10). Die Verkündigung an Heiden begann aber trotzdem erst nach seiner Auferstehung (Apg 10).


© Copyright 2020 Roland Hofmann

Fragen und Korrekturen bitte an:

Generiert am 01.06.2020 17:58:24