Anzeigefenster für Bibeltexte: dieses   eigenes   jeweils neues
  bei Verlassen der Seite Zusatzfenster schließen
 

 Matthäus Umgang Jesu mit Zweiflern, geistlich Not Leidenden und Kritikern

Mat 11,25-30 Lobpreis und Einladung

2/93

Erkenntnis muss von Gott gegeben werden (25-27)

Dieser Abschnitt wirft folgende Fragen auf:

Was ist "dies" in V. 25?

Mit "dies" könnte etwas unmittelbar vorher oder nachher Genanntes gemeint sein. Zwei Argumente sprechen dafür, dass es sich auf den folgenden Vers 27 bezieht, d. h. auf die richtige Erkenntnis des Sohnes und des Vaters, insbesondere der Tatsache, dass Jesus der Christus ist.

Was sind Weise und Kluge und warum hat Gott es ihnen verborgen? Was sind Unmündige?

Im griechischen Grundtext stehen vor Weisen, Klugen und Unmündigen keine Artikel, d. h. die Aussage gilt nicht ausschließlich für alle Weisen, Klugen und Unmündigen. Weise und Kluge sind nicht grundsätzlich von der Erkenntnis ausgeschlossen, aber unter denen, die geistliche Erkenntnis haben, sind sie in der Minderheit (1Ko 1,26-29).

Aus 1Ko 1,18-29 und dem dort zitierten Jes 29,9-14 geht hervor, dass Gott denen Erkenntnis verwehrt, die ihn nicht von Herzen verehren, sondern nur mit dem Mund, und die sich ihrer eigenen, vermeintlichen Weisheit rühmen. Gott schenkt dagegen denen Erkenntnis, die ihre eigene Unzulänglichkeit Gott gegenüber zur Kenntnis nehmen und sich nur auf ihn verlassen. (Vgl. auch Mat 5,3)

Warum ist Gott zu preisen?

Gott bestraft die sündige Überheblichkeit sich für weise haltender Menschen, indem er ihnen Erkenntnis über Jesus vorenthält. Menschen, die demütig sind und sich ihrer Unzulänglichkeit vor Gott bewusst sind, denen ist er gnädig, indem er sie Jesus erkennen lässt. Das ist ein großes Geschenk Gottes.

Jesus hat Macht über alles. Jesus und den Vater richtig zu erkennen und gerettet zu werden ist immer Gottes Geschenk. Kein Mensch kann darauf stolz sein. (Vgl. Joh 6,44-45)

Einladung an die Geplagten und Belasteten (28-30)

Wer ist mühselig und beladen?

Welche Erholung/Erquickung (28) und Ruhe (29) verspricht Jesus?

Jesus zitiert Jer 6,16: "... Fragt ... wo der Weg zum Guten sei und geht ihn! So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. ..."

Ruhe kommt in folgenden Zusammenhängen vor:

Da Jesus seinen Nachfolgern keine äußere Ruhe verspricht (Mat 10,16-36), kann er hier nur eine innere Ruhe meinen, den Frieden mit Gott (Röm 5,1+8-11).

Was ist mit dem Joch gemeint?

Joch steht in enger Verbindung zu Last. Das Joch ist zunächst ein Geschirr, das Paaren von Zugtieren auf den Nacken gelegt wurde und an dem die Last, z. B. ein Pflug, befestigt wurde (4Mo 19,2 / 5Mo 21,5 / 1Sa 6,7 / Luk 4,19). Deshalb werden Last und Joch oft zusammen genannt.

Im übertragenen Sinn und auf Menschen angewandt kommt es in folgenden Zusammenhängen, darunter in negativem Sinn:

In positivem Sinn:

Welche Last legt Jesus uns auf?

Jesus fordert dazu auf, sich freiwillig seiner Herrschaft zu unterstellen und ihm zu dienen. Seine Herrschaft ist weniger belastend, als die anderen Herrschaften, AT-Gesetz und Sünde, denen wir uns sonst unterordnen.


© Copyright 2020 Roland Hofmann

Fragen und Korrekturen bitte an:

Generiert am 01.06.2020 17:58:24