Anzeigefenster für Bibeltexte: dieses   eigenes   jeweils neues
  bei Verlassen der Seite Zusatzfenster schließen
 

 Matthäus Ereignisse um die Auseinandersetzung mit der Frage wer Jesus ist

Mat 13,54-58 Unglaube in Nazareth

8/15

Beobachtungen

Wir erfahren hier viel über die Familie Jesu, insbesondere die Namen aller seiner Brüder und dass er mehrere Schwestern hatte. Der Name seines (rechtlichen) Vaters, Josef, der normalerweise entsprechend der Kultur als erster genannt werden müsste, fehlt hier. Das könnte darauf schließen lassen, dass er schon gestorben war. (In Joh 6,42 wird er noch genannt.) Auch sonst wird immer wieder nur seine Mutter als führend in der Familie genannt (Mat 12,46).

Die genannte Vaterstadt ist Nazareth, wo Jesus seine Kindheit und Jugend verbrachte (Mat 2,19-23 / Luk 2,51 / Luk 4,16 / Mk 1,9 / Joh 1,45 / Mat 21,11). Erst während seines öffentlichen Wirkens, als Johannes der Täufer gefangen genommen wurde, verließ Jesus Nazareth und wohnte in Kapernaum (Mat 4,12-13).

Die Nazarener bezweifeln nicht Jesu Weisheit und Wunder und erkennen damit die göttliche Vollmacht Jesu. Aber weil sie ihn und seine Familie von Jugend auf kennen, nehmen Sie Anstoß an ihm. Warum? Vermutlich aus Neid, dass ein einfacher Mensch, Sohn eines einfachen Zimmermanns (d. h. nicht eines Rabbiners) aus ihrem Ort eine solche Berühmtheit und solchen Einfluss gewinnen konnte. Ihm fehlt der erhabene Stammbaum und der rabbinische, akademische Titel.

Ihre falsche Einstellung Jesus gegenüber führt zu Unglauben, und für Jesus ist dies ein Anlass nur wenige Wunder dort zu tun. (Mat 13,58)

Schlussfolgerungen

Gott vergibt seine Vollmacht nicht unbedingt an Leute mit entsprechenden menschlichen Eigenschaften und Fähigkeiten. Dadurch lässt er sich nicht einschränken. (Vgl. 1Ko 1,18-29) Wir sollten also in der Beurteilung von Dienern Gottes uns nicht von menschlichen Maßstäben leiten lassen, die oft äußerlich sind (Abstammung, Bildungsniveau, Titel, Redekunst), sondern von geistlichen Maßstäben:

Die Folge des Unglaubens ist nicht nur hier, sondern sehr oft die Einschränkung der Offenbarung und des Wirkens Gottes: Mat 12,38-42 / Jak 1,5-8.

Weitere Beispiele unter http://www.ro-ho.de/bibel-pfadfinder/c0005_offenbarung_.htm

Wir müssen Jesus vertrauen und Schritte des Glauben wagen, wenn wir sein Wirken erleben wollen.


© Copyright 2020 Roland Hofmann

Fragen und Korrekturen bitte an:

Generiert am 01.06.2020 17:58:24