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 Matthäus Vorbereitung auf die Kreuzigung und Lehre der Jünger

Mat 16,21-28 Ankündigung von Tod und Auferstehung - Nachfolge

Synoptische Parallelen: Mrk 8,34-9,1 / Luk 9,23-27.
Parallele mit zum Teil anderen Worten: Joh 12,23-26.

Mat 16,21 Ankündigung von Jesu Tod und Auferstehung

Die Erkenntnis der Jünger, dass Jesus der Christus ist (Mat 16,15-17), nimmt Jesus zum Annlass, damit anzufangen sie darauf vorzubereiten, was das bedeutet und ihre Vorstellung vom Christus zu korrigieren. Der Tod Jesu ist kein Unfall und kein Scheitern seiner Mission, sondern gehört dazu und ist von Gott geplant. Die von Jesus angekündigte Auferstehung ist in der Weltgeschichte einmalig.

Mat 16,22-23 Die Reaktion des Petrus

Die Gedanken des Menschen können sowohl von Gott gelenkt sein (Mat 16,15-17), als auch vom Teufel, wie wir hier erfahren. Menschliches Denken ist dem göttlichen häufig total entgegengesetzt, wie dieses Beispiel zeigt und wie Jesus auch in Mat 16,25 deutlich macht. Wir müssen die Quelle unserer Gedanken prüfen und falsche Gedanken entschlossen abweisen, wie Jesus es hier tut.

Mat 16,24-27 Nachfolge heißt sein Kreuz auf sich zu nehmen

Diese Aussage Jesu findet sich in kürzerer Form bereits in Mat 10,38-39 und etwas ausführlicher in Luk 9,23-27 / Mrk 8,34-38. In anderem Zusammenhang: Luk 17,33.

Was bedeutet es sich selbst zu verleugnen?

Verleugnen heißt laut Duden "sich nicht zu jemandem/etwas bekennen, sondern sich energisch davon distanzieren. ... Sich selbst verleugnen (aus Rücksicht o. Ä. anders handeln, als es dem eigenen Wesen entspricht)"

Anlass für diese Aufforderung Jesu ist die falsche Reaktion des Petrus und sein Widerspruch gegen den Willen Gottes. Daher müssen wir die Bedeutung in diesem Zusammenhang suchen. Kern des Problems ist also die menschliche Natur, die oft Gott entgegengesetzt ist (V. 23b). Die Reaktion des Petrus war geprägt von der Angst Jesus zu verlieren und dem Unglauben, dass der von ihm angekündigte Weg der richtige, von Gott gewollte ist. Von diesem falschen, selbstbezogenen, menschlichen Denken müssen wir uns entschieden distanzieren. Das erklärt Jesus mit den Begriffen des Kreuzes und des Lebens noch genauer.

Was bedeutet es sein Kreuz auf sich zu nehmen?

Die zur römischen Kreuzigung Verurteilten mussten ihr Kreuz selbst zur Hinrichtungsstätte tragen (Joh 19,17). Sein Kreuz auf sich nehmen heißt also, an seiner eigenen Hinrichtung mitzuwirken. Wir sollen unser Leben verlieren um Jesu willen (V. 25).

Was meint Jesus in V. 25-26 mit "Leben" (manchmal übersetzt als "Seele", griech. psyche)?

Offenbar geht es um zwei Arten von Leben, die im Gegensatz zueinander stehen:

Mat 16,28 Verheißung, dass einige Jünger Jesus in seinem Reich kommen sehen werden

Was heißt "den Tod nicht schmecken"? Welcher Tod ist hier gemeint?

Die Begriffe "Tod sehen" oder "Tod schmecken" sind ein allgemein üblicher Ausdruck für "sterben" und können sowohl den körperlichen Tod (Psm 89,49 / Luk 2,26 / Heb 2,9 / Heb 11,5), als auch den geistlichen Tod (Joh 8,51-52) bezeichnen. Normalerweise beziehen sie sich aber auf den körperlichen Tod.

Was heißt "den Menschensohn kommen sehen in seinem Reich"?

Dieser Teil wird in den Parallelstellen jeweils etwas anders wiedergegeben:

... bis sie den Menschensohn haben kommen sehen in seinem Reich Mat 16,28
... bis sie das Reich Gottes in Kraft haben kommen sehen Mrk 9,1
... bis sie das Reich Gottes gesehen haben Luk 9,27

Folgende Deutungen gibt es in Kommentaren:


© Copyright 2020 Roland Hofmann

Fragen und Korrekturen bitte an:

Generiert am 01.06.2020 17:58:24